Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
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Wunderschöne Kirchen und Kapellen im Ruhpoldinger Tal laden zu einem Besuch ein

Ruhpoldings Kirchen und Kapellen sind besondere Orte der inneren Einkehr und des Staunens über die Handwerkskunst und Architektur früherer Zeiten. Sie erinnern daran, dass uns der Glaube den richtigen Weg weist und dass uns die Fürbitte der Heiligen auf den Straßen des Lebens begleitet.

Pfarrkirche St. Georg

Mit dem Bau dieser Kirche auf dem Hügel wurde 1738 begonnen, aber erst 1754 konnte sie durch den Bischof Franz Truchsess vom Chiemsee eingeweiht werden. Hofbaumeister Gunezrhainer hat die Außenfassade einfach gehalten. Jedoch wird jeder berührt sein, von der Harmonie, welche das Gotteshaus in seinem Inneren ausstrahlt, von der monumentalen Kraft des Hochaltars und den plastisch-schönen, geschnitzten Heiligenfiguren. Die Krone der goldschimmernden Rokokoausstattung von St. Georg stellt auf der linken Seite die Kanzel dar, die im bayerischen Land ihresgleichen sucht. Das Goldgehäuse des rechten Seitenaltars birgt die künstlerisch wertvollste Skulptur, die romanische Madonna aus dem 12. Jahrhundert. Meister und Herkunft des Bildnisses sind nicht bekannt.

Gottesdienste: Samstag 19 Uhr (Sommerzeit) bzw. 18 Uhr (Winterzeit), Sonntag 10 Uhr. Pfarrer: Otto Stangl

Pfarrkirche St. Georg Ruhpolding
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Evangelische Johanneskirche

Die Kirche südlich der Zeller Straße wurde 1952 erbaut. Altar und Kreuzigungsgruppe sind Arbeiten des Ruhpoldinger Akad. Bildhauers Andreas Schwarzkopf. Altar und Taufstein bestehen aus Ruhpoldinger Marmor und die eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe sind Arbeiten aus Lindenholz – farbig gefasst. Das Kreuz ist aus dreihundert Jahre alten Dreschtennen - Balken des Neustadler-Hofes gefertigt. Die Kirche ist täglich geöffnet und lädt unter dem Kreuz zu stiller Andacht ein. 

Wichtiger Hinweis: Der Parkplatz für Kirchenbesucher liegt am Speedway-Stadion, von da führt ein Fußweg direkt zur Kirche (3 Minuten).

Gottesdienst: Sonntag, 09:30 Uhr. Pfarrer: Familie Buchner

Evangelische Johanneskirche in Ruhpolding
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Kirche und Sinnstifterort St. Valentin

Diese Kirche trägt viel Geschichte in sich. Vermutlich ist sie das älteste Bauwerk im Tal. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen zum heiligen Valentin hierher. Bis heute führt auch der Georgiritt am ersten Sonntag im September zur Kirche.
Das Langhaus stammt aus der Romanik und ist rund 800 Jahre alt. Im gotischen Chor fallen das feine Netzgewölbe und die Fresken ins Auge – stille, besondere Details.
Vor der Kirche stehen alte Linden. Darunter liegen Totenbretter. Manche vermuten hier eine frühere Thingstelle. Die Steinbänke könnten einst Schöffen gedient haben, die Säulen vielleicht als Zeichen einer alten Richtstätte. Sicher ist das nicht.
Näher liegt eine andere Deutung: Die Bänke waren wohl Rastplätze für Wallfahrer. Und die Steinkreuze – Marterl – erinnern an Holzknechte, die am Zellerberg verunglückt sind.

Seit 2025 gehört St. Valentin zu den Sinnstifterorten des Erzbistums München und Freising. Orte, die still wirken. Und etwas in dir anstoßen.

Gottesdienst: Am 1. Sonntag im Monat um 8.30 Uhr
Sankt Valentiner Seelenzuckerl (ca. 45 Minuten Gutes für die Seele): Am 1. Sonntag im Monat um 17.30 Uhr
Die Kirche ist tagsüber geöffnet.
St. Valentin in Ruhpolding

Wandertipp: Kapellen- & Marterweg

Kirchlein St. Valentin in Ruhpolding
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Kirchlein Maria Schnee

Wer von Ruhpolding aus das Kirchlein Maria Schnee besuchen möchte, geht die Urschlauer Achen entlang, über Brand, Märchenwald, Gruttau zum Marienheiligtum nach Urschlau. Im Vorhaus des Wallfahrtskirchleins – Osn genannt – hängt eine Gedenktafel des Stifters Wolf Urschlauer. Inmitten des Dreißigjährigen Krieges opferte er einen Großteil seines Besitzes, um der Helferin der Christen ein gläubiges Zeichen seines Vertrauens zu errichten. Am 22. Juli 1754 wurde dieses Marienheiligtum vom Chiemsee-Bischof Franz Carl, Graf von Friedberg und Trauchberg, geweiht.

Am 5. August jeden Jahres wird hier um 19 Uhr das Patroziniumsfest "Maria Schnee" mit einem Gottesdienst gefeiert.

Kirchlein Maria Schnee in Ruhpolding
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Schlosskapelle

Im Jahre 1587 entstand die Schlosskapelle im Herrenhaus. Zur Zeit der Wittelsbacher gehörte Ruhpolding im Tal der Weißen Traun territorial dem Landesherrn von Bayern, kirchlich aber zum Erzbistum von Salzburg. Diese Tatsache ist bedeutsam für die künstlerische Prägung des Ortes. Das Ruhpoldinger Jagdschloss der bayerischen Fürsten lenkte die Aufmerksamkeit des Adelsgeschlechts auch auf die kirchlichen Gebäude. Die 1587 errichtete Schlosskapelle an der Ostseite war eine herrschaftliche Hauskapelle. Das Hochaltargemälde und die Deckenfresken beziehen sich auf die Gottesmutter Maria, der die Kapelle geweiht ist.

Gottesdienst: Donnerstag um 19 Uhr

Die Schosskapelle ist tagsüber geöffnet.

Schlosskapelle in Ruhpolding
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