Die Grundmauern des Klausmeisterhofs stammen aus dem Jahr 1740. Das Anwesen diente zuletzt als Milchviehbetrieb, bevor es viele Jahre brach lag. Dann kamen Simon und Moni. Er ist gebürtig aus Ruhpolding und beruflich in der ganzen Welt unterwegs, unter anderem als Unternehmensberater im Digitalbereich. Sie verbrachte früher mit den Eltern die Ferien in Ruhpolding. Designtechnologie, Kommunikation, Marketing, Unternehmensaufbau und Coaching für Zukunftsthemen sind ihre beruflichen Schwerpunkte. Durch ihre Jobs haben sie sich vor ein paar Jahren in Berlin kennengelernt. Irgendwann kam der Wunsch, ihrem Tun mehr Sinnhaftigkeit zu verleihen. Sie sehnten sich nach einem „Wandl“ und schufen den Ort dafür.
„Wir begannen uns nach einem Bauernhof umzusehen, mit viel Land und in den Bergen, um das, was wir bisher gemacht haben, bündeln zu können, ohne dabei ständig unterwegs sein zu müssen. Einen Ort, an dem wir Menschen zeigen können, wie wir leben und sie inspirieren - und selbst inspiriert werden“, erzählt Moni Harlinghausen-Smith. Auf ihrer Suche entdeckte sie eines Tages den Klausmeisterhof in Ruhpolding. Zufall? Schicksal? Der Zustand des alten Gebäudes war jedenfalls gut, die Substanz schien in Ordnung zu sein. „Wir haben eine Nacht drüber geschlafen. Dann war klar, den nehmen wir“.
Zusammen mit einem denkmalschutzerfahrenen Architekten hat das Paar den Hof modernisiert, hat Alt und Modern harmonisch in Szene gesetzt. Ein schlichter Purismus, der trotzdem keine Wünsche an einen zeitgemäßen Seminar- und Tagungsort offenlässt. Simon und Moni ließen den gesamten Dachstuhl im Wirtschaftsteil offen. Sie bauten große Fenster ein und trennten den Konferenzraum mit einer Glaswand vom Bar- und Eingangsbereich ab, wofür eine spezielle, siebeneinhalb Meter
hohe Stahlbetonkonstruktion notwendig war. Der schallisolierte Tagungsraum bietet Platz für bis zu 60 Personen und kann genauso für Feierlichkeiten jeglicher Art genutzt werden.