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Teilnehmer im Ziel der Chiemgau Bike Trophy

Im Flow durch den Chiemgau

Datum: 13.02.2026
Von: Kathrin Thoma

Heute Morgen, kurz nach acht. Als Nadina, Julius, Philipp und Ferdl losfahren, liegen 84 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter vor ihnen, die anspruchsvollste Strecke der Chiemgau Bike Trophy, die nicht umsonst „De Zache“ heißt. Für geübte Biker ist das kein Schreckgespenst, aber Respekt hat man schon, wenn man weiß, dass zwei längere Anstiege auf einen warten: zuerst der Hochfelln-Vorsattel, später die Rampe hinauf zur Stoißer Alm. Dazwischen rasante Abfahrten und Talpassagen, vorbei an Bächen, durch Moore und über weitläufige Almwiesen.

„Am Anfang ist die Strecke noch moderat“, erzählt Nadina im Ziel. „Ruhige Straßen, weite Blicke ins Tal, perfekt zum Einrollen.“ Entlang der Urschlauer Ache in Ruhpolding fließt das Wasser direkt am Radweg, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel streifen. Dann wird es ernst: 700 Höhenmeter am Stück Richtung Eschlmoos. Der Weg zieht sich durch schattigen Bergwald, immer wieder mit kleinen Ausblicken auf den Chiemsee, Postkartenmotive, die fast vom gleichmäßigen Kurbeln ablenken. Oben belohnt der Blick: Kaisergebirge und Alpenvorland liegen wie ein Panorama ausgebreitet vor ihnen.

Die Freunde setzen auf Gravelbikes, weil sie flexibel sind: schnell auf Asphalt, stabil auf Schotter, und trotzdem leichter als klassische MTBs. „Es ist einfach die perfekte Mischung“, sagt Ferdl. „Man kommt flott voran, kann aber auch auf Kieswegen entspannt fahren."

Teilnehmer der Chiemgau Bike Trophy

»Die Chiemgau Bike Trophy ist kein Rennen im klassischen Sinne, es gibt keine Zeitmessung, keinen Druck. Im Fokus stehen Erlebnis, Gemeinschaft und Genuss.«

Nach der Abfahrt nach Bergen und durchs Bergener Moos läuft es zunächst fast wie von selbst, bevor es Richtung Siegsdorf geht. Danach wartet die zweite Herausforderung:der Anstieg zum Teisenberg und weiter hoch zur Stoißer Alm. Noch einmal rund 650 Höhenmeter, diesmal mit einem Steilstück von rund 15 Prozent. „Da merkt man, wie wichtig es ist, regelmäßig Rad zu fahren“, sagt Nadina.

Oben an der Stoißer Alm dann der weite Blick. Salzburg und der Untersberg liegen im Hintergrund, bei Föhn reicht die Sicht bis zum Dachstein. Auf eine Pause verzichtete die Gruppe. „Wir wollten einfach weiterfahren, im Flow bleiben“, sagt Julius.

Mountainbikes, Gravelbikes, sogar E-Bikes sind erlaubt. Die Strecken heißen nicht zufällig „De Griabige“, „De Wuide“ und eben „De Zache“, so ist für jeden was dabei. Verpflegungsstationen in allen Orten sorgen dafür, dass niemand Hunger oder Durst bekommt, sogar ein mobiler technischer Support steht bereit, falls mal eine Schaltung klemmt oder ein Reifen streikt. „Das war alles super organisiert“, lobt Philipp. Und Julius schwärmt: „Man kann sich Zeit lassen, die Aussicht genießen und trotzdem sportlich unterwegs sein.“

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