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Golf schaut Richtung Loch
© © © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

Junge Gesichter auf dem Grün

Datum: 20.01.2026
Von: Kathrin Thoma

Golf begleitet Emilian seit seiner Kindheit. Sein Vater ist Golftrainer, fast die ganze Familie spielt. „Golf war der einzige Sport, bei dem ich am Anfang nicht gut war. Genau das hat mich motiviert, dranzubleiben“, erzählt er. Heute macht er selbst die Ausbildung zum Golflehrer und verbringt praktisch jeden Tag auf dem Platz. Was ihn fasziniert? „Beim Golf spielt man vor allem gegen sich selbst und den Platz. Es gibt keinen direkten Gegner wie im Fußball, trotzdem kann man den Sport wunderbar gemeinsam erleben. In sogenannten ‚Flights‘ mit bis zu vier Spielern genießt man den Tag zusammen oder geht allein auf die Runde. Kopfhörer aufsetzen, abschalten, einfach mal den Kopf frei bekommen.“

Ein kontrollierter Schwung, und der Ball fliegt in eleganter Kurve über Bahn 14. Am Abschlag zeigt sich, was diesen Platz so besonders macht: die Ruhe, das Panorama und das sich unterhalb zwischen den Bergen  öffnende Ruhpoldinger Tal.

So einfach Golfspielen von außen betrachtet wirken mag, ist es allerdings nicht. „Der Schwung ist technisch komplex, der Ball ist klein, der Schlägerkopf auch, das ist echte Millimeterarbeit“, weiß Emilian. Tatsächlich gilt Golf als eine der schwierigsten Sportarten überhaupt.

Die zentrale Lage und die abwechslungsreiche, aber nicht zu hügelige Anordnung machen die Anlage besonders attraktiv, gerade auch für Einsteiger. Das Highlight ist Loch 13, eines der längsten im gesamten Chiemgau, mit Abschlag durch eine enge Baumschneise. 


Emilian räumt mit dem Vorurteil auf, Golf sei teuer und elitär. "Einsteiger-Sets gibt es ab 400 Euro, dazu viele gebrauchte Schläger und Kinderausrüstungen", erklärt er. Auch die Kleiderordnung sei entspannter, als viele denken: Ein Polohemd reicht, Jogginghose und ärmelloses Shirt gehen allerdings nicht, ein gepflegtes Auftreten gehört zur Tradition. „Wer Golf einmal ausprobieren möchte, startet am besten mit einem Schnupperkurs. Gerade in Ruhpolding eignet sich so etwas perfekt für Urlauber“, sagt Emilian. „Und wer dann Lust  bekommt, kann direkt die sogenannte Platzreife machen, quasi den Führerschein für den Golfplatz.“ 


Dazu gehören mehrere Trainerstunden, ein Regeltest und eine praktische Prüfung über neun Loch. „Das ist gut machbar. Wer ein bisschen übt, schafft das auch“, motiviert Emilian. Mit der Platzreife beginnt das richtige Golfspiel. Das Handicap, also die Zahl, die die persönliche Spielstärke angibt, erspielt man sich über Runden im Club. Einsteiger starten bei Handicap 54. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Spielstärke. 

Golfball und Golfschläger
© © © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

»Mit Teichen, Bächen und gepflegten Parklandschaften fügt er sich harmonisch in die Bergkulisse ein«

Dass Golf auch bei jungen Menschen ankommt, zeigt sich längst im Clubleben: In Ruhpolding stehen Jugendliche und Twens ganz selbstverständlich auf dem Platz, Tendenz steigend. „Erst letztes Jahr haben Freunde von mir angefangen“, erzählt Emilian. „Man merkt schnell, dass Golf eben nicht langweilig ist, sondern sportlich und gleichzeitig entspannend.“ Emilian sieht seine Zukunft klar auf dem Golfplatz. Er verstaut den Schläger, wirft einen kurzen Blick ins Tal und geht weiter zum nächsten Abschlag

Nach der Abfahrt nach Bergen und durchs Bergener Moos läuft es zunächst fast wie von selbst, bevor es Richtung Siegsdorf geht. Danach wartet die zweite Herausforderung:der Anstieg zum Teisenberg und weiter hoch zur Stoißer Alm. Noch einmal rund 650 Höhenmeter, diesmal mit einem Steilstück von rund 15 Prozent. „Da merkt man, wie wichtig es ist, regelmäßig Rad zu fahren“, sagt Nadina.

Oben an der Stoißer Alm dann der weite Blick. Salzburg und der Untersberg liegen im Hintergrund, bei Föhn reicht die Sicht bis zum Dachstein. Auf eine Pause verzichtete die Gruppe. „Wir wollten einfach weiterfahren, im Flow bleiben“, sagt Julius. 

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