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Lautlos durch den Wald
Ich stehe auf dem neuen Startturm am Unternberg, zwölf Meter über dem Boden. Die Plattform ist über eine breite Treppe erreichbar und auch per Aufzug barrierefrei zugänglich. Schon jetzt ist der Blick über die Baumwipfel sensationell. Fly-Line Mitarbeiter Franz hilft mir in den Sitzgurt, der stramm sitzen muss, fast wie im Kletterwald. Dann checkt er jeden Riemen und jede Verbindung. Er zieht an den Gurten, prüft das Einhängen am Shuttle, das ist der Rollwagen, der mich gleich lautlos auf einem Edelstahlrohr durch den Wald tragen wird. „Passt alles?“, fragt Franz. Ich nicke. Ein letzter kurzer Blick zu mir, ein Ampelcheck und er schiebt das Tor auf. „Gute Fahrt!“ wünscht er mir und schon geht’s los. Ich muss nichts tun außer loszuschweben, ganz sanft, kein Ruck, kein Rattern.
Die Strecke führt vom Turm direkt in den dichten Bergwald. Unter mir ist viel Luft, es fühlt sich höher an, als es von unten ausgesehen hat. Einen ganz kurzen Moment muss ich schlucken, aber dann finde ich es nur noch herrlich. Die Baumkronen sind auf Augenhöhe. Dann tauche ich zwischen die Bäume ein. Hier merkt man, wie clever die Technik ist: Dank des Rollwagens, der selbst bremst, bleibt das Tempo konstant bei rund neun Kilometern pro Stunde, unabhängig von Ge- wicht oder Größe der Fahrperson. Man kann weder beschleunigen noch selbst aussteigen, das ganze System ist TÜV-geprüft und praktisch absturzsicher. Entspanntes Dahin- gleiten statt Tempo-Kick.
Ich hänge bequem im Sitzgurt, die Füße frei, der Wind streicht vorbei. Was mir sofort auffällt: die Ruhe. Kein Motor, kein Getöse, nur das Surren der Rollen, das Rauschen der Blätter, das Singen der Vögel. Und weil die Starts vom Turm weg so getaktet sind, dass nur alle 60 Sekunden eine Person losfährt, sehe ich niemanden vor oder hinter mir. Rund 600 Meter geht es bergab, in sanften Kurven, mal linksherum, mal rechts.
Die Fly-Line Anlage ist direkt an den Bäumen befestigt, mit Bohrungen, die den Stamm nicht schädigen und schonender sind als Ringe oder Klammern. Es gibt keine schweren Fundamente, keine Masten, stattdessen minimaler Eingriff mit maximalem Effekt. Unten angekommen, werde ich automatisch umgehängt, ich muss dafür nicht aussteigen. Kein Wunder, dass hier fast alle Altersgruppen unterwegs sind. Kinder ab fünf Jahren und ab 1,20 Metern Körpergröße dürfen mitfahren.
Es fühlt sich an, als wäre der Wald ganz allein für mich da.
Ein Klick fürs Erinnerungsfoto, dann geht es mit der Fly-Line Up über 300 Meter zurück zum Turm. Unter mir blühende Almwie- sen, über die im Winter die Skifahrer sausen. Beim nächsten Mal lasse ich mich definitiv rückwärts einhängen, dann schaut man beim Hochziehen direkt auf Ruhpolding und das soll laut Franz das Beste sein. Insgesamt dauert eine Fly-Line Fahrt rund zehn Minuten, etwa fünf Minuten bergab und fünf bergauf.
Oben angekommen wartet Mitarbeiter Moritz schon, damit er mich aushängen kann. „Alles gut, jetzt kannst du aufstehen.“ Ich stehe wieder mit beiden Füßen auf dem Turm, ein breites Grinsen im Gesicht und nur ein Gedanke: gleich nochmal.
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Mit dem Sessellift bequem den Gipfel erklimmen, im Kletterwald mutige Herausforderungen meistern oder die Fly-Line für ein entspanntes Luftabenteuer nutzen – der Unternberg hat für Groß und Klein viel zu bieten.
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83324 Ruhpolding
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