Wichtige Infos auf einen Blick
Bäume, soweit das Auge reicht. Alte Fichten aber noch viel mehr jüngerer Ahorn, Buche, Tanne, Lärche, Eibe. Maximilian Eschenbacher und sein zweijähriger Englischer Springer Spaniel Egon sind in den Wäldern am südlichen Rauschberg unterwegs. Maximilian ist seit eineinhalb Jahren bei den Bayerischen Staatforsten, Forstbetrieb Ruhpolding. Der gebürtige Mittelfranke ist als Revierleiter für die Laubau zuständig, für circa 4.000 Hektar Wald.
„Die Fichten sind noch die Nachwirkungen der Salinenzeit. Aber unten drunter sieht man eine deutliche Verjüngung mit anderen, schattenverträglichen Baumarten. Wir haben in Ruhpolding das große Glück, viele vitale Bäume zu haben, die Samen tragen und sich eigenständig vermehren. Das hat zwei Vorteile. Zum einen kostet natürliche Verjüngung nichts und während bei Pflanzungen nur zwischen 1.000 und 6.000 Setzlinge auf einem Hektar ausgebracht werden können, ist die Naturverjüngung um ein Vielfaches höher. Dadurch steigt die Chance, dass sich die geeignetste Pflanze durchsetzt“, erklärt der studierte Forstwirt. So weiß man beispielsweise, dass Tanne, Buche und Ahorn gut mit dem Klimawandel, höheren Temperaturen und einer Niederschlagsverlagerung zurechtkommen, genauso wie die Eibe. „Es deutet vieles darauf hin, dass unsere Sommer trockener werden. Im Kalkalpinen Bereich ist das ein großes Problem, da es dort nur eine dünne Humusauflage gibt und die Bodentiefe sehr gering ist. Wasser kann nur schlecht gespeichert werden, die Natur ist auf regelmäßigen Regen angewiesen. Bei uns ist es feucht genug und wir
haben einen gesunden Bergwald.“