Wichtige Infos auf einen Blick
Der in Ruhpolding auch „Streicher“ genannte Gipfel ist der östliche Ausläufer des Rauschbergmassivs. Früher wurde hier Blei und Zink abgebaut, heute ist er ein ruhiges Wanderziel. Wer es geschichtsträchtig mag, kann auch den historischen „Knappensteig“ nutzen, für die Sonnenaufgangstour aber ist der breite Forstweg die sicherere Wahl.
Bald wird der Wald lichter, Kühe liegen verschlafen auf den Almwiesen. „Bitte Abstand halten, besonders bei Kälbern“, mahnt Joachim. Das letzte Stück des Aufstiegs ist kaum markiert, gutes Schuhwerk zahlt sich spätestens hier aus.
Dann taucht im schwachen Morgenlicht das Gipfelkreuz auf. Auf knapp 1.600 Meter über dem Meer ist es deutlich kälter – Jacken, Handschuhe und Mützen werden ausgepackt.
Die Gruppe wartet gespannt, bis der Himmel im Osten orange, dann rot erstrahlt. Nur das Klicken der Kameras und Handys ist zu hören. Langsam schiebt sich die Sonne über die Berglinie, Strahlen brechen durch dünne Wolken. Für Minuten scheint das Hochstaufenmassiv zu brennen. Niemand spricht.