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Dreiseengebiet Abendstimmung
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

Krafttankstelle der Natur

Datum: 30.10.2017
Von: Kathrin Thoma-Bregar

 

Drei Seen, wie Perlen aneinandergereiht. Ein wundervolles Naturschutzgebiet, um das sich Bergwälder und Gipfel versammeln.
Ein Ort, wie gemacht zum Auftanken.

Klein Kanada entdecken

Ein Schmetterling thront auf meinem großen Zeh. Ich bewege mich nicht. Ich liege ganz ruhig da, im weichen Gras, das die Frühlingssonne wärmt. Frei ist mein Kopf, weit der Himmel über mir. Ganz sacht lässt ein Windhauch Wellen auf dem Weitsee tanzen. Eine Entenfamilie schwimmt vorbei. Stille überall. Vor mir erhebt sich der Gurnwandkopf, hinter mir das Dürrnbachhorn. Ich blinzle zu ihren Gipfeln hinauf und bin glücklich. Das Dreiseengebiet ist mein Lieblingsplatz, mein Rückzugsort, mein Naturparadies. Zu jeder Jahreszeit. Bei jedem Wetter. Immer.

 

 

 

Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter

Es ist rund 15.000 Jahre her, da lag der Chiemgau unter dickem Eis. Mächtige Gletscher leisteten damals ganze Arbeit. Sie formten Berge, hügeligen Wald- und sanfte Wiesenlandschaften. Und sie hinterließen jede Menge Seen, große Seen und kleine, so wie Ruhpoldings Löden-, Mitter- und Weitsee. Einer schöner als der andere. Die Einheimischen nennen die Gegend gerne „Klein Kanada“, wohl weil die Seen so perfekt eingebettet sind. Rundum eine unverbaute, ausschließlich von Wald und Almwirtschaft geprägte Landschaft. Die dunklen, mächtigen Bergmischwälder gehören zum Naturschutzgebiet „Östliche Chiemgauer Alpen“. Sie werden nach den Grundsätzen der naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet. Der Natur wird nicht mehr genommen als nachwachsen kann.

 

Alle drei Seen haben Trinkwasserqualität und gehören zu den wärmsten bayerischen Gebirgsseen. Das könnte am begünstigten Wetter in Ruhpolding liegen. Im Frühjahr oder Herbst, wenn anderswo dichter Nebel den Himmel trübt, ist es hier strahlend blau. An den Seen gibt es keinen Kiosk, kein Restaurant, keine sanitären Anlagen, dafür Spazier- und Wanderwege. Obwohl mit dem PKW erreichbar, sind Fahrrad oder Bus die bessere Wahl. Die Parkplätze vor Ort sind begrenzt.

 

In den kommenden Wochen wird die prachtvolle Wiese auf der ich liege zu blühen beginnen, so artenreich wie andernorts selten. Blaues Pfeifengras, Großer Wiesenknopf, Breitblättriger Fingerwurz, Sibirische Schwertlilie und natürlich Klee und Margeriten und Rote Lichtnelken. Im Sommer tummeln sich Badegäste an den Ufern und die Sonne geht spät unter. Mystisch ist die Stimmung an Regentagen und der Herbst wie gemalt. Die Natur gibt sich dem schönsten Farbenrausch hin, bevor die Kälte Einzug hält. Eisig und weiß verpackt sind die zugefrorenen Seen und alle Wiesen und Wälder. Schlittschuhläufer drehen ihre Runden. Langläufer lassen es gleiten und Wanderer genießen die unendliche Winterruhe. Dann werde ich durch den Schnee stapfen bis es knirscht und glasklare Bergluft genießen. Wellness nach Art der Natur. Bis dahin bleib ich noch ein bisschen liegen. Der Schmetterling sitzt noch auf meinem Zeh.

 

 

 

 

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Über die Autorin Kathrin Thoma-Bregar